Erbach ist ein schönes Dorf an der Bergstraße
bei Heppenheim a.d.B. gelegen, umgeben von Weinbergen, Wiesen und Wäldern in einem Tal gelegen am Westrand des Odenwaldes.

Hier läst es sich schönes Wohnen in dörflicher Gemeinschaft wo es sich angenehm Leben läst. Fast jeder kennt jeden und man grüßt sich.
Siehe auch in Wikipedia!

Geschichte (Auszug aus WikiPedia, verfasst von Manfred Bräuer)
Spenden für Wikipedia, Spendenkonto hier!

Von den Anfängen bis zum 18. Jahrhundert

Erbach wurde erstmals im 12. Jahrhundert im Zusammenhang mit der Schenkung eines Weinbergs an das Kloster Lorsch im Lorscher Codex urkundlich erwähnt als Er(p)bach bzw. Ertbach.[2]

Im Mittelalter gehört Erbach zusammen mit fünf weiteren Orten als Filialdorf zur Villa Heppenheim. Diese sechs Orte waren neben Erbach, KirschhausenUnter- und Ober-HambachSonderbach und Wald-Erlenbach. Die Hofgüter dieser Ortschaften verfügten über genügend Ressourcen wie Wald, Äcker und Wasser um eigenständige Einheiten zu bilden, waren aber über eine Marktgemeinschaft eng mit Heppenheim verbunden. In kirchlicher Hinsicht gehörten die Einwohner zu Peterskirche Heppenheim.[3]

Erbach gehörte zu den Besitzungen des Klosters Lorsch, das 772 zur Reichsabtei erhoben wurde, und damit dem König bzw. Kaiser direkt unterstellt war. Am 20. Januar 773 schenkte Karl der Große die Stadt Heppenheim nebst dem zugehörigen Bezirk, der ausgedehnten „Mark Heppenheim“, in dem Erbach später entsteht, dem Reichskloster. Am 12. Mai 1012 verleih in Bamberg König Heinrich II. auf Bitten des Lorscher Abts Bobbo den Forst- und Wildbann innerhalb der Mark Michelstadt und der Mark Heppenheim dem Kloster Lorsch auf ewig. Dies erfolgte vor allem mit dem Ziel, die Urbanisierung des vorderen Odenwaldes, der damals noch weitgehend aus Urwald bestand, voranzutreiben. Die Kultivierensarbeiten wurden vermutlich von dem 1071 reaktivierten Kloster Altenmünster, aus dem Kloster Lorsch gegründet wurde, organisiert. Im Zuge dieser Maßnahmen dürften zumindest die meisten der sechs Heppenheimer Filialdörfer entstanden sein. Weitere erhalten gebliebene Erwähnungen Erbachs im 15. Jahrhundert sind:

  • Aus dem Jahr 1426, als Henne Yring von Mauchenheim bekannte „4 Morgen Acker an dem Opprechten in Erpacher Marke“ von Schenk Konrad von Erbach als Lehen erhalten zu haben.[4]
  • 1435 bekannten die Brüder Wiprecht und Hans von Helmstadt, ein Drittel des Zehnten von Erbach, das sie gemeinsam mit dem verstorbenen Henne Werberg hatten, von Erzbischof Dieter von Mainz als Lehen erhalten zu haben.
  • Von 1487, als Konrad von Frankenstein und seine Frau Apollonia, geb. von Cronberg, ihre sogenannten „Cronbergsgüter“ in Erbach an den Altaristen Johann Marx zu Bensheim verkaufen.[4]

In dieser Zeit wird „Dorf Erbach“ (Erpach) vielfach in den historischen Dokumenten, insbesondere als Teil eines Lehens, erwähnt. Dabei ist jedoch oft ungeklärt, ob damit der heutige Stadtteil von Heppenheim gemeint ist. Insbesondere eine Urkunde vom 10. Oktober 1451 mit dem Wortlaut: »Paulus Angerspach bekennt, dass er von Schenk Konrad IX. von Erbach-Erbach ein Burglehen zu Erbach erhalten hat, bestehend aus einem Haus zu Erbach, gelegen bei der Kirche, zwei Mannsmat Wiesen unterhalb am Dorfe Erpach gelegen, welche an Hans Kodbuß grenzen, sowie einen Garten und zwei Morgen Acker hinter dem Hühnergarten.« lassen Zweifel daran, dass mit „Dorf Erbach“ das zu Heppenheim gehörige Filialdorf Erbach gemeint ist, denn nach diesen Abgaben befand sich das Dorf Erpach unterhalb von Erbach im Odenwald.[5] Wahrscheinlich ist mit Dorf Erbach der heutige Stadtteil Dorf-Erbach der Stadt Erbach im Odenwald gemeint. Genauere Angaben über die Filialdörfer, die nur aus vereinzelten Gehöften bestanden haben dürften, sind erst aus dem Jahr 1566 überliefert. Hier werden 116 Herdstätten für die fünf Siedlungen genannt.[6]

Der Blütezeit des Klosters Lorsch folgte im 11. und 12. Jahrhundert sein Niedergang. Während des Investiturstreits – von 1076 (Reichstag in Worms) bis 1122 (Wormser Konkordat) – mussten viele Besitzungen an den Adel abgegeben werden. Im späten 12. Jahrhundert wurde mit der Aufzeichnung der alten Besitzurkunden versucht, die Verwaltung zu reorganisieren (Lorscher Codex). Dennoch unterstellte 1232 Kaiser Friedrich II. die Reichsabtei Lorsch dem Erzbistum Mainz und seinem Bischof Siegfried III. von Eppstein zur Reform. Die Benediktiner widersetzten sich der angeordneten Reform, mussten deshalb die Abtei verlassen und wurden durch Zisterzienser aus dem Kloster Eberbach ersetzt. Danach gab es schwere Auseinandersetzungen zwischen dem Erzbistum Mainz und der Kurpfalz als Inhaber der Vogtei, die erst 1247 durch einen Vergleich beigelegt werden konnten. Darin konnte sich die Kurpfalz durchsetzen und behielt die mit der Vogtei verbundenen Rechte. 1248 wurde die Zisterzienser-Mönche durch Prämonstratenser aus dem Kloster Allerheiligen ersetzt und von da an hatte das Kloster Lorsch den Status einer Propstei.

1267 wurde erstmals ein Burggraf auf der Starkenburg (über Heppenheim) genannt, der auch das „Amt Starkenburg“, zu dem Erbach zählte, verwaltete. Die Hohe Gerichtsbarkeit wurde von der „Zent Heppenheim“ ausgeübt, deren oberster Richter ebenfalls der Burggraf war.

Im Verlauf der für Kurmainz verhängnisvollen Mainzer Stiftsfehde wurde das Amt Starkenburg an Kurpfalz wiedereinlöslich verpfändet und blieb anschließend für 160 Jahre pfälzisch. Pfalzgraf Friedrich ließ sich für seine Unterstützung von Erzbischof Dieter – im durch die Kurfürsten am 19. November 1461 geschlossenen „Weinheimer Bund“ – das „Amt Starkenburg“ verpfänden, wobei Kurmainz das Recht erhielt, das Pfand für 100.000 Pfund wieder einzulösen.

In den Anfängen der Reformation sympathisierten die pfälzischen Herrscher offen mit dem lutherischen Bekenntnis, aber erst unter Ottheinrich (Kurfürst von 1556 bis 1559) erfolgte der offizielle Übergang zur lutherischen Lehre. Danach wechselten seine Nachfolger und gezwungenermaßen auch die Bevölkerung mehrfach zwischen der lutherischenreformierten und calvinistischen Religion. Als Folge der Reformation hob die Kurpfalz 1564 das Kloster Lorsch auf. Die bestehenden Rechte wie Zehnten, Grundzinsen, Gülten und Gefälle des Klosters Lorsch wurden fortan durch die „Oberschaffnerei Lorsch“ wahrgenommen und verwaltet.[7]

Im Laufe des Dreißigjährigen Krieges (1618–1648) eroberten spanische Truppen der „Katholischen Liga“ die Region und stellten 1623 die Kurmainzer Herrschaft wieder her. Die durch die Pfalzgrafen eingeführte Reformation wurde daraufhin weitgehend rückgängig gemacht und die Bevölkerung musste zur katholischen Kirche zurückkehren. Zwar zogen sich die spanischen Truppen nach zehn Jahren vor den anrückenden Schweden zurück aber nach der katastrophalen Niederlage der Evangelischen in der Nördlingen 1634 verließen auch die Schweden die Bergstraße und mit dem Schwedisch-Französischen Krieg begann ab 1635 das blutigste Kapitel des Dreißigjährigen Krieges. Aus der Region berichteten die Chronisten aus jener Zeit: „Pest und Hunger wüten im Land und dezimieren die Bevölkerung, sodass die Dörfer öfters völlig leer stehen“. Mit dem Westfälischen Frieden von 1648 wurde die Einlösung der Pfandschaft endgültig festgeschrieben.

Nach Ende des Krieges wurde 1650 die Pfandsumme an Kurpfalz zurückgezahlt und der Bezirk des Oberamtes Starkenburg gehörte auch formal wieder zu Kurmainz. Bereits 50 Jahre nach Ende des Dreißigjährigen Krieges hatte die Region erneut schwer unter Kriegsfolgen zu leiden, als Frankreich versuchte im Pfälzischen Erbfolgekrieg seine Grenzen nach Osten zu verschieben. Erst mit dem Frieden von Rijswijk 1697, zogen sich die Franzosen hinter den Rhein zurück.

Als es 1782 zu einer Umstrukturierung im Bereich des Kurmainzer Amtes Starkenburg kam, wurde der Bereich des Amtes in die vier untergeordnete Amtsvogteien Heppenheim, Bensheim, Lorsch und Fürth aufgeteilt und das Amt in Oberamt umbenannt. Erbach wurde dem „Amt Heppenheim“ zugeordnet, die Gerichtsbarkeit blieb bei der „Zent Heppenheim“. Die Amtsvogtei wiederum war dem Oberamt Starkenburg im „Unteren Erzstift“ des „Kurfürstentums Mainz“ unterstellt.[1]

Wappen

Das Wappen des Stadtteils Erbach wird wie folgt beschrieben:

In Rot ein silberner Schräglinkswellenbalken, beseitet oben von einem sechsspeichigen silbernen Rad und unten von einem gestürzten silbernen Weinblatt, belegt mit einem roten Nagelspitzkreuz.

  • Der silberne Wellenbalken steht redend für den Namensbestandteil "-bach".
  • Rad und Nagelspitzkreuz deuten auf die früheren Ortsherren, Kurmainz und Kloster Lorsch, hin.
  • Das Weinblatt symbolisiert den Weinbau in Erbach wobei das mit dem Kreuz belegte Weinblatt verdeutlicht, dass die Ersterwähnung im Lorscher Codex in Verbindung mit dem Weinbau steht.

Vereine

  • Freiwillige Feuerwehr Erbach
  • Gesangverein Concordia Erbach
  • Heimat- und Verschönerungsverein Erbach e.V.
  • Kindergarten-Trägerverein Tatzelwurm
  • Sportverein Erbach 1946 e.V.

Infrastruktur

  • Mehrzweckhalle Erbach, mit Eigenleistung der Einwohner erbaut und 1976 eingeweiht
  • ehemalige Schule (1905 eingeweiht), heute Kindergarten
  • Haus Emmaus, Gemeindezentrum (2002 eingeweiht)

Literatur

  • Heimat- und Verschönerungsverein Heppenheim-Erbach (Hrsg.): Erbacher Heimatbuch, Heppenheim-Erbach 1996
  • Wilhelm Metzendorf: Heppenheimer Lexikon. Verlag Laurissa, Lorsch 1986. ISBN 3-922781-69-1
  • Verkehrs- und Heimatverein Heppenheim e.V. (Hrsg.): 1250 Jahre Heppenheim. ABT Mediengruppe, Weinheim 2005. ISBN 3-000-160-93-0
  • Leonhard Rettig: Die Erwähnung Heppenheims und der Starkenburg im Lorscher Codex. Magistrat der Kreisstadt Heppenheim an der Bergstraße (Hrsg.), Heppenheim 1970.
  • Heinrich Bräuer: Filiale Erbach – Gemeindezentrum „Haus Emmaus“. in: 100 Jahre „Dom der Bergstraße St. Peter Heppenheim.“ Förderverein Marienhaus (Hrsg.), Heppenheim 2004
  • Literatur über Erbach in der Hessischen Bibliographie

Weblinks